Das Jahr 1909 war ein ganz besonderes für das Waldhorn und die Mainzer Metallblasinstrumentenmanufaktur Gebr. Alexander, denn das kaiserliche Patentamt erteilte Friedrich Sebastian Anton und Georg Philipp jun. sowie ihrem Onkel Franz Anton Alexander das Patent für das Umschaltventil am Doppelhorn Modell 103. Dieses war das erste voll ausgebaute Doppelhorn mit voneinander unabhängigen Ventilzügen, einem Hauptstimmbogen, einem separaten F-Stimmbogen, einem separaten B-Stimmbogen und dem charakteristischen Umschaltventil mit sechs Ausgängen. Damit wurde der Grundstein zur raschen Weiterentwicklung des Hornbaus gelegt. Mit der Entwicklung des 6-Wege-Umschaltventils kann bequem und leicht zwischen der F- und B-Lage gewählt werden und auch Stimmung und Intonation wurden dadurch wesentlich verbessert. Doppelhörner sind heute der Standard bei Waldhörnern.

Rechtzeitig zum 100jährigen Jubiläum der Patenterteilung hat die Mainzer Metallblasinstrumentenmanufaktur Gebr. Alexander, übrigens seit über 225 Jahren in Familienbesitz und in 7. Generation von Georg Philipp Alexander geleitet, nun das Original von 1909, basierend auf alten Plänen, aber mit aktueller Technik, in einer exklusiv limitierten Auflage von 25 Stück nachgebaut. Zugrunde lagen die historischen Unterlagen aus dem Archiv bei Gebr. Alexander; mit Hilfe dieser war es möglich, entsprechend der Patentschrift von 1909 Rohrführung und Bauweise zu rekon­struieren und nachzuempfinden.

Beim Nachbau des Originalinstruments von 1909 wurde jedoch bei der gesamten Planung besonderer Wert auf eine überragende Stimmung, Intonation und Spielbarkeit des Instruments gelegt.

Das Schallstück des in Messing gefertigten Doppelhorns ist nicht abschraubbar, handgehämmert mit Zwickel, einem Stück Blech, das in das sich öffnende Schallstück eingearbeitet, dafür sorgt, das die Materialstärke beim Auseinandertreiben des Schalltrichters nicht zu dünn wird. Weitere traditionelle Merkmale sind das Mundrohr ohne Wasserklappe, kein Neusilberhandschutz auf Mundrohr und Schall, sowie Messinginnenzüge. Nach alter Bauart beschaffen sind Druckwerk und Schubstangen, handgeschmiedet sind Daumendrucker und Fingerhaken. Die Stützen sind einzeln von Hand gefertigt. Das gesamte Instrument wird ausschließlich in Messing und hochglanzpoliert hergestellt.

Zum exklusiven Äußeren des Instrumentes trägt die Handgravur auf dem Schallstück, auf Wunsch mit individuellem Namenszusatz, bei. Weitere historische Sondergravuren finden sich auf den Ventildeckeln.

Auch das maßgeschneiderte, nach alter Form hergestellte Etui, aus Holz mit Lederbezug, ist innen und außen traditionell wie vor hundert Jahren ausgestattet.

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